Kinder-Interview

 

Das Gespräch  mit Herrn Gilbert Prilasnig führten Hannah Degiampietro und Patricia Jöbstl, Schülerinnen der 1b-Klasse.

Hannah D.: Wir dürfen heute den prominenten Fußballspieler Gilbert Prilasnig interviewen. Herr Prilasnig, sind Sie aufgeregt bei Interviews?

Prilasnig:Heute bin ich nicht so aufgeregt, weil ich doch schon einige Interviews durchgeführt habe. Es geht mir gut, danke.

 

Patricia: Sie haben 10 Jahre bei Sturm Graz gespielt. Was war einer Ihrer schönsten Momente in dieser Zeit?

Prilasnig: Es gab sehr viele schöne Momente in meiner Fußballerkarriere. Ein denkwürdiger Moment war sicherlich, als wir den ersten österreichischen  Meistertitel feierten.  Aber es gibt noch sehr viele persönliche Momente, an die man sich lange erinnert. Jeder,  der Fußball spielt, weiß, dass es etwas Besonderes ist, wenn ganz Österreich zusieht und man ein Tor schießt.

 

Hannah: Eigentlich interessieren wir uns für Ihre Schulzeit. Wo sind Sie denn zur Schule gegangen?

Prilasnig:: Ich habe meine Volksschulzeit in St. Peter am Wallersberg verbracht, einem kleinen Ort in der Nähe von Völkermarkt. Nach der Volksschule besuchte ich das neusprachliche Gymnasium in Völkermarkt bis zur Matura.

 

Patricia: Was war Ihr Lieblingsfach in der Schule?

Prilasnig:: Da muss ich einmal kurz nachdenken, es ist ja schon eine längere Zeit her, seit ich in die Schule gegangen bin. Ich habe sehr gerne Theater gespielt und auch im Chor mitgesungen. Ansonsten  mochte ich auch Turnen, Mathematik, Chemie und Physik.

 

Hannah: Wenn Sie Lehrer wären, welches Fach würden Sie erfinden?

Prilasnig:: Da muss ich jetzt wieder kurz nachdenken, aber es ist eine sehr gute Frage. Ich denke, dass ich kein Fach erfinden würde, aber so wie ich dieses Interview-Projekt hier sehe, ist das etwas, an das ihr euch lange zurückerinnern werdet.  Das sind Fächer , die in der Schule sehr viel Wert haben für den persönlichen Lernprozess. Ich denke, dass ich genau solche Projekte forcieren würde, wenn ich bestimmen könnte.

 

Patricia: Hatte Sie ein Erlebnis in der Schulzeit, an das Sie sich gerne  zurückerinnern?

Prilasnig:: Ja. Das Gymnasium Völkermarkt war 1985 österreichischer Schülerliga-Meister. Da habe ich mitgespielt und das war für die Schule ein großer Erfolg. Wir wurden wie Stars in der Schule gefeiert. Aber auch Foto- und Filmprojekte haben mich immer wieder fasziniert.

 

Patricia: Waren Sie ein guter Schüler?

Prilasnig:: Ich war ein guter Schüler, aber nicht der fleißigste. In der Volksschule und am Anfang des Gymnasiums war ich noch Vorzugsschüler, das war später nicht mehr der Fall. Da hatte ich eher ein durchschnittliches Zeugnis. Das lag wohl daran, dass ich lieber  Fußball, Tennis oder andere Sportarten gemacht habe und nicht so viel Zeit in die HÜ investiert habe, wie es nötig gewesen wäre.

 

Hannah: Haben Sie in der Volksschule auch schon Fußball gespielt?

Prilasnig:: Ich habe Fußball gespielt, seit ich mich zurückerinnern kann. Ich bin wahrscheinlich schon mit einem Ball aufgewachsen. Mein Vater hat das sehr forciert. Aber ich bin erst mit 12 Jahren zu einem Fußballverein gegangen, was für die heutige Zeit sehr spät ist. Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen, dass man dann noch Profi-Fußballer werden kann. Zu meiner Zeit war das eben noch so. Ich habe mit Freunden auf der Wiese gespielt und so ein tägliches Training absolviert.

 

Patricia: Jetzt haben wir einiges über Ihre Schulzeit erfahren.  Möchten Sie uns noch ein Erlebnis aus Ihrer Fußballkarriere erzählen?

Prilasnig: An sozusagen einen Schicksalsschlag erinnere ich mich noch sehr deutlich. Als ich im österreichischen Nationalteam spielte, waren wir   sehr erfolgreich und qualifizierten uns  für die WM- Endrunde in Frankreich. Davor gab es noch ein letztes Spiel mit Sturm Graz.  Das österreichische Cup-Finale  gegen den SK Ried. Dabei verletzte ich mich und konnte nicht mit nach Frankreich fahren. Das war ein sehr prägendes Erlebnis für mich, ein großer Schock. So eine Chance hat man nur einmal im Leben. Aber wie ihr seht, bin ich damit fertig geworden. Ich habe sofort daran gedacht, wie ich meine Verletzung kurieren kann, um möglichst schnell wieder Fußball spielen zu können. Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit meiner Fußballerkarriere, auch wenn ich nicht aktiv bei der WM teilnehmen konnte.

 

Patricia: Wie haben Sie das Fußballspielen und die Schule unter einen Hut gebracht?

Prilasnig: Ich habe ganz genau gewusst, welche Leistungen ich in der Schule bringen musste. Später konnte ich deshalb auch mein Universitätsstudium gut mit dem Fußball verbinden.

 

Hannah: Können Sie uns noch ein paar Tipps geben, wie man ein Fußballprofi wird?

Prilasnig: Da könnte ich viele Tipps geben. Wichtig ist, dass man den Fußball richtig liebhat. Das muss der beste Freund sein. Ich war 18 Jahre und habe mich noch immer nicht wirklich für Mädchen interessiert, ich war in meinen Fußball verliebt. Das war eine Voraussetzung, dass ich später Fußball Profi werden konnte. Weil es immer mein Ziel war. Ich hab das schon in der Volksschule gewusst. Was man dann wirklich dafür braucht, lernt man im Training und bei Projekten wie „kick & learn“. Schaffen tun es nur diejenigen, die wirklich den Fokus auf das Ziel haben.

 

Patricia: Wer war ihr allererstes  Vorbild?

Prilasnig: In gewisser Weise war das mein Vater, der selber ein recht talentierter Fußballer war. Später war es Marco van Basten,  ein holländischer Fußballer.

 

Hannah: Welchen persönlichen Erfolg werden Sie nie vergessen?

Prilasnig:Bis zu meinem 18. Lebensjahr habe ich in Völkermarkt Fußball gespielt. Ich bin dann direkt  zu Sturm Graz gewechselt. Dort habe ich drei Jahre gebraucht, bis ich als Stammspieler in der Kampfmannschaft  bei Sturm Fuß gefasst habe. Drei Jahre ist eine lange Zeit, die ich durchgehalten habe. Das war ein großer, persönlicher Erfolg, auf den ich auch sehr stolz bin.

 

Patricia: Welche Berufe üben sie zurzeit aus?

Prilasnig:: Ich habe vor zweieinhalb Jahren als Profifußballer aufgehört. Jetzt bin ich Jugendleiter bei Sturm Graz. Außerdem arbeite ich noch beim ÖFB als CO-Trainer der U16.

 

Patricia: Was würden Sie mit einer Million Euro machen?

Prilasnig: Ich würde mir ein schönes Haus kaufen.

 

Hannah: Was würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Prilasnig:  Ich würde auf eine einsame  Insel nur dann fahren, wenn mich jemand dazu zwingen würde. Wenn ich auf Urlaub dorthin fahren würde, würde ich Freunde und meine Familie  und das eine oder andere Buch mitnehmen.

 

Patricia: Können Sie sich mit vier Worten beschreiben?

Prilasnig::  Ich bin sehr sozial eingestellt. Außerdem bin ich immer offen für Neues. Neben meiner Sportlichkeit würde ich auch meinen, ein sehr gesellschaftsfähiger Mensch zu sein.

 

Hannah, Patricia: Danke für das Interview!

 

   

Termine  

Projektwoche der 3. Klassen
25 Jun 2018
07:45
   

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